Haru auf Abwegen

Haru in Mariánské Lázně

 

platz-ohne-namenDa ich zur Zeit an meiner Bachelorarbeit klebe, kommt jetzt erst mein kleiner Reisebericht aus dem schönen Tschechien. Wenn nicht viel Geld da ist, man aber trotzdem einen Kurzurlaub machen möchte, fährt man halt in die nächstgelegenen Länder oder man bleibt in Deutschland. Wir haben uns für einen Minitrip nach Marienbad (Mariánské Lázně) entschieden.

Unser Hotel (Bohemia) war jetzt nicht wirklich der Hit aber zum Schlafen hat es allemal gereicht. Das Frühstück war seltsam. Man gab sich zwar Mühe, viel anzubieten, allerdings hatten wir das Gefühl, die Brötchen sind von vorgestern und wenn Würstchen angeboten wurden, haben die schon 2 Stunden im Wurstwasser verbracht. Sie waren also sehr aufgedunsen und haben eigentlich nur nach Wasser geschmeckt. Auch das Personal hat, bis auf wenige Ausnahmen, sehr lustlos gewirkt. Na,ja wie gesagt: zum Schlafen hat das Hotel gereicht. Was großartig war: jedes Zimmer (nach meiner Beobachtung) hatte einen Balkon!

Unser Balkonausblick. :)
Unser Balkonausblick. 

Der Baustil aller Gebäude in Marienbad ist hinreißend. Sehr viel Eleganz, Schnörkeleien, überall entdeckt man auf den Dächern Figuren. Und wenn man ganz genau sein will: eigentlich ist Marienbad ein riesengroßer grüner Park mit Häusern drumherum. Eben ein richtiger Kurort. Was man auch am Klientel merkt. Junge Menschen sucht man dort fast schon vergeblich. Mein Freund meinte „Ich glaube, wir drücken den Altersdurchschnitt ganz schön derb“. Aber das ist auch okay, in Marienbad kann man nun mal herrlich entspannen. Dementsprechend langweilig mag es für junge Leute sein. Also mir persönlich haben 4 Tage gereicht, mir ist fast die Decke auf den Kopf gefallen. Die Sehenswürdigkeiten haben wir am ersten Abend schon alle besucht, ansonsten blieb uns nur noch wandern übrig, denn in Marienbad selbst werden 18:00 die Bürgersteige hoch geklappt.

Wer nicht alle Kronen gleich beim teuren Restaurant-Essen auf den Kopf hauen will, der muss richtig suchen. Und er wird fündig! Wir haben beispielsweise einen niedlichen, kauzigen Pub gefunden, sowie eine Pension mit Gaststätte und richtig guter, böhmischer Küche.

 

[sabbert den Tisch voll]
[sabbert den Tisch voll]

Wer gern wandert, wird hier nicht enttäuscht. Man hat einerseits die Möglichkeit, den Hamelika hinaufzulaufen und den Ausblick über Marienbad zu genießen. Andererseits ist (20 Autominuten entfernt) das schöne Kladská (dt. Glatzen), ein Ortsteil von Marienbad, mit einem weitläufigen Naturlehrpfad, der sich um einen großen See und durch eine Moorlandschaft schlängelt. Wir haben uns am Ende der Wanderung (circa 1 Stunde zu Fuß, wenn man nicht alle Schilder durchliest ^^) im Gasthaus zum balzenden Auerhahn niedergelassen und die Sonne genossen (natürlich nicht ohne gutes Bier und noch besseres Essen!).

img_7347Ihr seht, man sollte möglichst mit einem Plan nach Marienbad fahren, außer man möchte die ganze Zeit im Hotel faulenzen und eine Schlammpackung nach der anderen genießen. Es ist ein wunderschöner Ort, mit wirklich toller Natur und vielen Sehenswürdigkeiten. Die ganzen Quellen (Pramen) sollte man sich natürlich auch mal ansehen, das Quellwasser ist Geschmackssache aber wenigstens mal anschauen. (Wir waren zum Beispiel an einem Pramen, dessen Wasser sehr viel Kohlensäure enthielt und leicht schweflig geschmeckt hat, also ja… muss man mögen.^^)

War schon mal jemand von euch in Marienbad? Wenn ja, wie hat es euch gefallen, was habt ihr alles noch zu erzählen? Habt ihr vielleicht sogar noch eine Restaurant-Empfehlung?

<3

 

Ich bin die, die man im Netz eigentlich als Hachiko kennt. Oder als Niggi. Oder als Naschkadse. Viele Namen - aber nur eine Visage. Ich bin außerdem die, die gern Pudding isst, klettert und fotografiert. Dass der Pudding an erster Stelle steht, ist natürlich nur purer Zufall.
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